Die Fakten
Titel: Ein Wispern unter Baker StreetAutor: Ben Aaronovitch
Verlag: dtv
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 448
Erscheinungsdatum: 01.06.2013
Gelesen: Februar 2015
Bewertung in meinem Buchtagebuch: 5/5
Meine Meinung
Auch der dritte Band um den
liebenswürdig verschrobenen Peter Grant und seine mystischen Kollegen bietet
gute Unterhaltung. Genau genommen war es sogar dieses Buch, das ich als aller
Erstes in der Reihe in den Händen hielt. Ja ich gebe zu - Baker Street, da hat
das Schild mit "Sherlock Holmes" ganz groß geblinkt in meinem Kopf.
Tatsächlich wird der gute Detektiv aber nur kurz in Form seiner Statue erwähnt
- Peters Fall findet anderweitig statt.
Nämlich in den U-Bahn Tunneln und
Abwasserkanälen der Stadt.
Zuerst treffen wir auf Abigail - ein
Mädchen aus dem Umfeld von Peters liebenswürdiger, englisch-sierra-leonischer
Familie, die ihn und Lesley auf einen Geist aufmerksam macht - die
"Pfadfinderabteilung" des Folly ist geboren.
Der eigentliche Fall startet in
einem der U-Bahn Schächte - dort wurde ein junger Mann ermordet -
unglücklicherweise Sohn eines amerikanischen Senators. Damit hat Peter nicht
nur mit den üblichen Vorurteilen innerhalb der MET zu kämpfen - die
"Isaaks" werden eher nicht den Beliebtheitspreis gewinnen - sondern
muss sich auch noch mit einer Vertreterin des FBI, die ihn auf Schritt und
Tritt verfolgt, herumplagen.
Der Mitbewohner des Opfers - Zach -
stellt sich als "Demi-Fae" heraus und nimmt Peter und seine Kollegin Lesley
- die mittlerweile auch zum Folly gehört - mit in die Unterwelt, die wesentlich
magischer ist als man glaubt.
Dr. Walid, der Spezialeinsatzleiter
Frank Cafffey, Sergeant Kumar von der BTP, Molly, Tyburn. Fleet - alles
liebgewonnene, altbekannte Charaktere, die wir wiedertreffen.
Einige Hintergrund Informationen
werden intensiver beleuchtet.
Zum Beispiel trifft Peter auf eine
Chinesische Dame aus Taiwan, die auch Zauberin ist - sein Mentor Nightingale
hatte mit der Einschätzung, der Niedergang der Zauberei sei da, nicht ganz
recht.
Es hat sich im Übrigen
herausgestellt das Ettersberg tatsächlich DER Ettersberg ist und die Nazi's ein
Mal mehr als Bösewichte herhalten dürfen. Dr. Mengele lässt grüßen, haben sie
doch an den inhaftierten Zauberern Versuche vorgenommen. Zum Glück lässt sich
Aaronovitch nicht zu sehr darüber aus und das man mit diesem Feindbild arbeiten
kann zeigt ja auch Indiana Jones eindrucksvoll.
Leider erfahren wir immer noch
nicht, wer der Mann ohne Gesicht ist - darauf müssen wir uns noch etwas
gedulden.
Fazit
Der Schreibstil von Aaronovitch ist
wie immer locker und leicht, gespickt mit Seitenhieben auf bekannte britische
Popkultur Phänomene wie Dr.Who oder auch James Bond.
Das Ende ist etwas überraschend,
aber glaubwürdig und hat mich dazu veranlasst sofort mit Band 4 - Der böse Ort fortzufahren.
Einige Personen sind mir sehr ans
Herz gewachsen, mit anderen habe ich so meine Probleme - mehr will ich dazu
nicht verraten, denn das wäre ein Spoiler für Band 4.
Wie immer eine klare Leseempfehlung
von mir - diese Bücher machen einfach Spaß.
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