Montag, 9. März 2015

Gelesen: Ein Wispern unter Baker Street, Ben Aaronovitch

 

Die Fakten

Titel:   Ein Wispern unter Baker Street
Autor: Ben Aaronovitch
Verlag: dtv
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 448
Erscheinungsdatum:  01.06.2013
Gelesen: Februar 2015
Bewertung in meinem Buchtagebuch: 5/5

Meine Meinung


Auch der dritte Band um den liebenswürdig verschrobenen Peter Grant und seine mystischen Kollegen bietet gute Unterhaltung. Genau genommen war es sogar dieses Buch, das ich als aller Erstes in der Reihe in den Händen hielt. Ja ich gebe zu - Baker Street, da hat das Schild mit "Sherlock Holmes" ganz groß geblinkt in meinem Kopf. Tatsächlich wird der gute Detektiv aber nur kurz in Form seiner Statue erwähnt - Peters Fall findet anderweitig statt.
Nämlich in den U-Bahn Tunneln und Abwasserkanälen der Stadt.
Zuerst treffen wir auf Abigail - ein Mädchen aus dem Umfeld von Peters liebenswürdiger, englisch-sierra-leonischer Familie, die ihn und Lesley auf einen Geist aufmerksam macht - die "Pfadfinderabteilung" des Folly ist geboren.
Der eigentliche Fall startet in einem der U-Bahn  Schächte - dort wurde ein junger Mann ermordet - unglücklicherweise Sohn eines amerikanischen Senators. Damit hat Peter nicht nur mit den üblichen Vorurteilen innerhalb der MET zu kämpfen - die "Isaaks" werden eher nicht den Beliebtheitspreis gewinnen - sondern muss sich auch noch mit einer Vertreterin des FBI, die ihn auf Schritt und Tritt verfolgt, herumplagen.
Der Mitbewohner des Opfers - Zach - stellt sich als "Demi-Fae" heraus und nimmt Peter und seine Kollegin Lesley - die mittlerweile auch zum Folly gehört - mit in die Unterwelt, die wesentlich magischer ist als man glaubt.
Dr. Walid, der Spezialeinsatzleiter Frank Cafffey,  Sergeant Kumar von der BTP, Molly, Tyburn. Fleet - alles liebgewonnene, altbekannte Charaktere, die wir wiedertreffen.
Einige Hintergrund Informationen werden intensiver beleuchtet. 
Zum Beispiel trifft Peter auf eine Chinesische Dame aus Taiwan, die auch Zauberin ist - sein Mentor Nightingale hatte mit der Einschätzung, der Niedergang der Zauberei sei da, nicht ganz recht.
Es hat sich im Übrigen herausgestellt das Ettersberg tatsächlich DER Ettersberg ist und die Nazi's ein Mal mehr als Bösewichte herhalten dürfen. Dr. Mengele lässt grüßen, haben sie doch an den inhaftierten Zauberern Versuche vorgenommen. Zum Glück lässt sich Aaronovitch nicht zu sehr darüber aus und das man mit diesem Feindbild arbeiten kann zeigt ja auch Indiana Jones eindrucksvoll.
Leider erfahren wir immer noch nicht, wer der Mann ohne Gesicht ist - darauf müssen wir uns noch etwas gedulden.


Fazit
Der Schreibstil von Aaronovitch ist wie immer locker und leicht, gespickt mit Seitenhieben auf bekannte britische Popkultur Phänomene wie Dr.Who oder auch James Bond.
Das Ende ist etwas überraschend, aber glaubwürdig und hat mich dazu veranlasst sofort mit Band 4 - Der böse Ort fortzufahren.
Einige Personen sind mir sehr ans Herz gewachsen, mit anderen habe ich so meine Probleme - mehr will ich dazu nicht verraten, denn das wäre ein Spoiler für Band 4.
Wie immer eine klare Leseempfehlung von mir - diese Bücher machen einfach Spaß.