Mittwoch, 11. Februar 2015

Gelesen: Schwarzer Mond über Soho, Ben Aaronovitch

Heute ist  Mittwoch und ich habe endlich ein schönes Cover für mein eigenes Buch gefunden.
Ich freue mich total, denn es entspricht sehr meinen Vorstellungen. Selbst hätte ich das nur unter Mühen hinbekommen und ich will das mein Baby endlich flügge wird ;) Im Zuge das Ganzen habe ich mich auch endlich auf einen Titel und den Namen unter dem es veröffentlicht werden wird entschieden - so viele Dinge zu beachten *puh*
Außerdem habe ich den ersten Teil davon in die Hände meiner Probeleserinnen übergeben, ich bin gespannt.
Und weil es thematisch passt - hier eine Buchvorstellung aus der Reihe Gelesen.


 

Die Fakten

Titel:   Schwarzer Mond über Soho
Autor: Ben Aaronovitch
Verlag: dtv
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum:  01.06.2012
Gelesen: 20.01. - 08.02.2015
Bewertung in meinem Buchtagebuch: 5/5

Meine Meinung

Im zweiten Abendteuer von Peter Grant jagen wir wieder ein Mal durch London. Dieses Mal ist die Handlung sehr auf Soho und die dort ansässige Jazz Kultur konzentriert. Ich persönlich bin kein Jazzer, kann aber über die zahlreichen Hinweise auf bestimmte Lieder und Künstler hinweggehen, da die Beschreibungen ausreichen um ein Gefühl für die Musik zu bekommen. Der Autor ist definitiv ein Fan.

Nach dem tragischen Ende das ersten Buches ist Peter derzeit auf sich allein gestellt. Seine Kollegin Leslie muss sich erst ein Mal von der Tatsache erholen, dass ihr Gesicht auseinandergefallen ist und sein Vorgesetzter Nightingale von der Schusswunde in seiner Brust. Defakto ist Peter derzeit der einzige amtliche Polizist mit zumindest etwas Erfahrung im Übernatürlichen.
Das führt dazu das er an zwei Fällen gleichzeitig arbeiten muss - zum einen die unerklärlichen Todesfälle von Jazzmusikern, die er auf Jazzvampire zurückführt und zum Anderen an den etwas pikanteren Morden, bei denen Männern beim Verkehr der Penis abgebissen wird - durch eine so genannte "Vagina dentata". Klingt absurd? Ist aber sehr unterhaltsam, wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass gerade die Beschreibung der letzteren Fälle bei einigen Männern Unwohlsein erzeugen könnte ;)

Es werden einige sehr interessante NebenCharaktere eingeführt.
Zum Einen hätten wir da Inspector Stephanopulous - die "mit Abstand am wenigstens wegen ihrer Bürstenfrisur gemobbte Lesbe der MET" - was daran liegt das sie jeden, der sie auch nur schief anlacht einen Kopf kürzer machen würde. Die gute Frau ist tough und mir grundsympatisch.

Außerdem treffen wir auf Simone. Simone ist jung, schön, ziemlich drall und steht auf Kuchen. In rauen Mengen. Ach ja und sie ist die ehemalige Geliebte eines der toten Jazzmusiker. Also quasi eine Verdächtige. Was Peter aber nicht davon abhält mit ihr ein Techtel-Mechtel zu beginnen. Ich gönne es dem Jungen, irgendwo muss Mann ja seinen Stress abbauen.

Die ganze Story wird immer wieder durch Peters Zusammenarbeit mit seinem Chef Nightingale erheitert. Der ist ja etwas älter als er aussieht und schon einige Jahre nicht mehr draußen gewesen. Immer dann, wenn Peter unbedarft einen flapsigen Kommentar mit Referenz zur Popkultur fallen lässt, wird es interessant. Die Stelle an der er Nightingale erst erklären musste was Hogwarts ist und kurz darauf was eine Promientzugsklinik hat mich sehr erheitert.

Ein Schauplatz ist auch die ehemalige Schule für Zauberer - daher auch die Hogwarts Witze. Dort hatte ich einen so genannten WTF? Moment. Es ist des öfteren die Rede von Ettersberg. Und das dort am 19.Januar 1945 3/5 aller Zauberer Englands im wehrfähigen Alter gestorben sind.
Ettersberg klang so deutsch, dass ich dannach gegoogelt habe.
Und darauf gestoßen bin das auf DEM Ettersberg in Sachsen das KZ Buchenwald liegt. Von dem aus am 19.01.1945 ein Todesmarsch los ging. Zufall? Ich bin mir nicht sicher. Der Name Aaronovitch lässt jüdische Wurzeln vermuten und bisher haben alle geografischen Angaben bei ihm gut recherchierte Grundlagen gehabt. Ich bin sehr gespannt. Zumal ich eben diesen Ort selbst auch schon besucht habe - vor guten 10 Jahren.

Im letzten Drittel nimmt die Handlung dann ziemlich Fahrt auf und alles trifft zusammen.
Ich will nicht zu viel veraten, aber es gibt einige Überraschungen und wir haben schon den Gegenspieler für Band 3 vorgestellt bekommen. Der heisst Ein Wispern unter Baker Street und wurde schon begonnen - das Peter Grant Fieber hat mich eben gepackt.




Fazit

Auch der 2. Roman der Peter Grant Reihe hat mich sehr überzeugt und mir viel Freude beim Lesen gebracht. Das ich so lange gebraucht habe, hatte andere Gründe. Dennoch kann ich ihn Jedem nur empfehlen, Aaronovitchs Stil ist locker und liest sich gut.