Mittwoch, 2. Juli 2014

Making of SMAUG - Teil 1 - Kleid mit Münzen

Ja, endlich wird das auch etwas mit dem Bericht über die HobbitCon 2 im April...

Wie schon hier erwähnt, hatte ich etwas Besonderes im Kopf.
Smaug - und den Goldschatz des Erebors.
Denn sind wir mal ehrlich - wann hat man schon eine Gelegenheit und Rechtfertigung um goldene Pailetten zu tragen?
Wenn man nicht wie einer aus dem Cast von "Die Nanny" aussehen will, eher selten ;)

Die Grundidee sah so aus:






Über das Kleid will ich mich nicht zu sehr auslassen, es ist gute 6 kg schwer, raschelt wie blöde und glitzert.
Außerdem kratzt es und macht einen tollen Busen *zwinker*

Stoffmenge fast 6 Meter Paillettenstoff.




Ich wollte möglichst "bergig" aussehen - das heisst groß sein. Mit 1,75 m bin ich ja zum Glück nicht zierlich, aber da geht noch was. Passend zum Kleid habe ich bei ebay diese Treter gefunden - und damit auch einen ganzen Tag samt Chorprobe und Auftritt beim Kostümwettbewerb überstanden.



Um noch mehr als Goldschatz zu wirken, habe ich über Wochen bei ebay Schnäppchen gemacht und den Winterschlussverkauf in den örtlichen "Klimm-Bimm-Lädchen" gestürmt.


Zu den Münzen komme ich gleich. Sämtliche Ketten, Broschen, Ohrhänger und Ringe wurden nun ans Kleid gehängt - verstärkt den Klimper-Effekt ungemein. Die Münzen sind aus Gießharz gegossen - kurze Erklärung kommt jetzt.

Wie mancher vielleicht weiss, gab es zur Premiere vom 2. Hobbit Film "Desolation of Smaug" eine Premiere in Deutschland - genauer in Berlin. Dort war ein riesen Smaugkopf aufgebaut, der in einem Goldberg lag.
Anwesende Fans haben Münzen davon geschenkt bekommen/mitgenommen/geklaut/ umgewidmet - nennt es wie ihr wollt.
Jedenfalls habe ich einen Freund, der mit einem Bekannten befreundet ist und mir einen Gefallen schuldete. Eben jener Bekannte hatte mehrere Dutzend dieser Münzen bei 1-2-3 ersteigert und dann über den Freund mir eine 10-er Hobbitmünzen Gießform zukommen lassen - ganz schön kompliziert *lach*

Dieses rosafarbene Ding jedenfalls ist sie und unten sieht man das Resinergebnis - es gibt 2 Versionen - da die Münzen aus Berlin 2 Seiten hatten.



Ja, Gießharz ist ansich ne feine Sache, je nach Marke stinkt es aber unglaublich und ich habe die Dinger im Winter gegossen - nicht grad gut fürs Familienklima. Am Ende bin ich damit im Gästeklo gelandet, aber 100 Stück sind es geworden.


Dann standen so Fragen offen wie - welche Farbe bekommen die Teile?
3 verschiedene Lacksprays ließen mich doch beim Artikel aus dem Bastelladen landen.




Die Idee war, die Münzen alle einzeln per Hand festzunähen - ich weiss, ziemlich dämlich... Aber dazu mussten Löcher rein - also ab in die Werkstatt und bohren was das Zeug hält - und ja, über Arbeitsschutz wurde ich schon belehrt *Schande über mich*




Dann alle Münzen lackieren und am Kleid anbringen - es war schon schön im März. Im Hintergrund sieht man die nächste Charge in der Gießform aushärten - reinste Akkordarbeit.



Blöd war dann nur, dass ich die Münzen nicht angenäht habe (na gut 3 Stück) sondern dann doch bei der LMAA-Variante mit Heißkleber gelandet bin - und die hat bombenfest gehalten.

Endvariante des Kleides sah dann so aus:




Teil 2 - der Drachenkopf
Teil 3 - der Körper